Die Bioverfügbarkeit steht für die Qualität einer Nahrungsergänzung

Bestimmung der Bioverfügbarkeit von Beta-Reu-Rella® (Chlorella pyrenoidosa) aus Freilandkulturen

Bio-Karotten

In dieser in vitro Studie wurde die zelluläre Aufnahme von Beta-Carotin der Süßwasseralge Beta-Reu-Rella® (Chlorella pyrenoidosa) aus Freilandkulturen verglichen mit der Verfügbarkeit von Beta-Carotin aus handelsüblichen Bio-Karotten. Beta-Carotin wird hierbei als Referenzwert stellvertretend für die übrigen Inhaltsstoffe herangezogen. Bei den mit Algen versorgten Zellen konnte eine sehr beeindruckende Zunahme des zellulären Beta-Carotin während der Supplementierungsperiode beobachtet werden. Die maximale Konzentration war signifikant höher gegenüber den mit Karotten supplementierten Zellen.

Die erste Zielsetzung der Studie war es, angemessene Methoden zur Extraktion und Analyse von Beta-Reu-Rella®, der Süßwasseralge Chlorella pyrenoidosa und Bio-Karotten zu entwickeln, um eine Basis für weitere Experimente zu schaffen. Die Lösung sollte in vitro kompatibel sein und zusätzlich sollten die aktiven Ingredienzien der Alge und Karotte soviel wie möglich gelöst werden. Zur Analyse wurde die sehr empfindliche HPLC-Analyse eingesetzt. Die zweite Zielsetzung war es, Aufnahmekinetiken zu entwickeln mit Fokussierung auf Beta-Carotin und Chlorophyll A, nachdem die zytotoxischen Effekte der verschiedenen Verdünnungen der extrahierten Lösungen durchgetestet worden sind.

Studiendurchführung

Die Quantifizierung von Beta-Carotin und Chlorophyll A aller Proben (Basislösung, Zellen, Medium) wurde mit dem high-performance liquid chromatography system (HPLC) mit Empfindlichkeitsgrenzen von 10nmol/L für Beta-Carotin und 20nmol/L für Chlorophyll A durchgeführt. Nach der HPLC-Analyse der Algen und der Bio-Karotten gelöst in verschiedenen Lösungen konnte festgestellt werden, dass eine Mixtur von THF/DMSO die geeigneteste Lösung für beide, sowohl Alge wie Karotte, war. Ferner wird diese Lösungsmixtur sehr häufig in in vitro Systemen ohne Interferenzen eingesetzt.

Sowohl die Zytotoxititätsprüfung wie auch die Aufnahmekinetik wurden mit humanen Endothel Zellen (HUVEC) durchgeführt. Es wurde eine 1:500 Verdünnung der Basislösungen für die Aufnahmekinetik verwendet. Die HUVEC-Zellen wurden 48 Stunden mit den verschiedenen Extrakten behandelt und die Konzentration der Ingredienzien Beta-Carotin und Chlorophyll A außerhalb der Zellen und Medium mit Hilfe der HPLC-Analyse bestimmt.

Die Bestimmung des zellulären Inhalts von Beta-Carotin nach Supplementierung mit Algen und Karotten führte zu beeindruckenden Erkenntnissen. Nach Supplementierung mit Algen versorgten Zellen wurde nach 24 Stunden und 48 Stunden eine signifikant höhere Beta-Carotin-Konzentration in den mit Algen versorgten Zellen gemessen, obwohl die Beta-Carotin-Konzentration in beiden Medien zu Beginn der Supplementierungsperiode gleich war.

Zusammenfassung

Diese Ergebnisse zeigen eine bessere Bioverfügbarkeit von Beta-Carotin der Algen aus Freilandkulturen gegenüber der von Bio-Karotten. Dies führt zu der Annahme, dass die natürliche Zusammensetzung der Alge in Bezug auf die Verfügbarkeit von Beta-Carotin in vitro überlegen ist. Es darf ferner davon ausgegangen werden, dass nicht nur das Beta-Carotin sondern auch andere Bestandteile der Alge sich in gleicher Weise in Bezug zur Bioverfügbarkeit verhalten.